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Namibia 2002
Keetmanshoop - Farm Gariganus - Köcherbaumwald



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Am nächsten Morgen fuhren wir auf der Pad C12 nach Keetmanshoop. Hier deckten wir uns zunächst wieder mit Ess- und Trinkbarem ein. Es gab hier ein großes Einkaufszentrum, das unser Herz nach der kargen Zeit höher schlagen ließ. Leider waren auch hier wie vor so vielen Supermärkten Namibias Menschen anzutreffen (manche sagen auch herumlungern), die dem Alkohol und Zigarettenkonsum verfallen waren. In der einen Hand eine Flasche mit Hochprozentigem und in der anderen eine Zigarette. In Namibia kann man Zigaretten noch einzeln kaufen. Weil der Alkokol in Namibia ein echtes Problem in der einheimischen Bevölkerung ist, gibt es diesen nur in speziellen Shops und zu speziellen Uhrzeiten zu kaufen.

Keetmanshoop ist im Süden Namibias ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Strassen- und Bahnverkehr und Versorgungszentrum für den gesamten Süden Namibias. Es gibt in der Nähe von Keetmanshoop einige komfortable Hotels und einen Campingplatz.
Nachdem wir alles besorgt hatten, fuhren wir zur Farm Gariganus beim Köcherbaumwald. Wir mieteten uns einen Bungalow, der aussah wie eine Weltraumkugel - mal etwas anderes. Gleich zu Beginn erklärte man uns, dass sie hier ein Warzenschwein als Haustier hätten. Man solle den Bungalow möglichst geschlossen halten, sonst würde es hereinkommen. Dann müsse einer das Tier kraulen und der andere müsse dann den Farmer holen, damit man das Tier wieder los wird. Nun ja, wir wollten das Riesenvieh nicht in unserem Bungalow haben uns so passten wir gut auf.

Da es noch früh war, fuhren wir zum Köcherbaumwald, der mittlerweile zum National Monument erklärt wurde. All die Bäume waren sehr beindruckend - mal standen sie vereinzelt, dann wieder ein ganzer Wald. Es schien, als wären sie verkehrtherum eingegraben und die Wurzeln reichten zum Himmel. Die Eingeborenen verwenden diese Bäume zum Transportieren von Wasser, da sie innen hohl sind. Die Buschmänner verwenden diese Bäume auch als Köcher für Ihre Pfeile - daher der Name Köcherbaum - Kookerboom oder auch Quivertree. Der Giantsplayground (Spielplatz der Riesen) war sehenswert. Ein Rundwanderweg führte uns durch eine bizarre Felslandschaft....

Da die Farm eigene Geparden hatte - auch dafür bekannt ist - durften wir auch an der Gepardenfütterung teilnehmen - quasi Auge in Auge mit den Geparden und alles ohne Zaun! Wir folgten der Betreuerin in das Gehege - Teilweise mußten wir durch einen engen Gang gehen. Mir war es nicht ganz so wohl zumute diesen doch wilden Tieren so nahe zu sein. An diesem Tag ging ein ziemlich heftiger Wind und das schien die Geparden zu irritieren. Sie waren sehr unruhig und anscheinend verhielten sie sich nicht so wie sonst. Gierig stürzten sie sich auf das mitgebrachte Fleisch. Die Betreuerin sagte, wir könnten die Tiere nun, während sie fressen würden streicheln, aber wir verzichteten lieber darauf. Der Respekt vor den Tieren war größer.

Als wir dann am Abend vor dem Bungalow saßen und den Sonnenuntergang genossen, hörten wir das "Haustier" im Hof umherwandern. Das Warzenschwein schien schon ein paar Jahre auf dem Buckel zu haben, denn es hatte bereits mächtige Hauer. Es schien sich nicht für uns zu interessieren - und das war gut so. Nicht dass wir angst gehabt hätten, aber so ein Warzenschwein auf dem Schoß wäre doch etwas schwer gewesen ;-)
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Naute Dam
Bungalow Farm Gariganus
Das Haustier von Gariganus - Warzenschwein
Köcherbaumwald
Köcherbaumwald
Gepard
Fütterung der Geparden
Jochen der Küchenchef
©Andrea Böhm & Jochen Brett                  mailto: Andrea & Jochen             www.fernweh-jochen-andrea.de