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Wir starteten zu
unserer letzten Etappe - konnte das sein?
Waren die vier Wochen schon fast vorbei?
Waren wir nicht gestern erst gelandet?
Als wir am Morgen Richtung Windhoek aufbrachen, kamen wir
an dem großen modernen Krankenhaus von Keetmanshoop vorbei.
Auf riesigen Tafeln wurde vor Aids gewarnt und die Todesrate
vom Vorjahr aufgeführt. Es stimmte einen schon nachdenklich!
Leider ist Aids die am meisten verbreitete Krankheit in Namibia
und bereits Kinder sterben daran. In der Bevölkerung wird das Thema
Aids im wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen. Bereits Kinder
und Jugendliche sterben daran.
Entlang der B1 sahen wir immer wieder
Grüppchen von
Karakulschafen - kein Wunder, denn Keetmanshoop
ist ein Zentrum der Schafzucht. Die Strecke
war nicht besonders abwechslungsreich
- alles war karg und kahl. Nur die Zäune der Farmen
waren unser ständiger
Begleiter am Wegesrand.
So kamen wir
bald in Mariental mit der deutsch geprägten Kleinstadtarchitektur
und dem Hardapdamm, dem größten
namibischen Staudamm an. Am Hardapdamm
wird der Fishriver gestaut um die vielen
Felder zu bewässern
und die Leute mit Wasser zu versorgen.
Man kann hier auch schön übernachten.
Wir kamen an Ebeneerde, einem
Bahnhof vorbei und in Kalkrand, das lediglich
ein paar Häuser
mit Laden und einer Tankstelle hatte.
In Rehobot wurde es langsam wieder bergiger.
Wir überquerten den Tropic
of Capricorn (Wendekreis des Steinbocks).
Rehobot gefiel uns nicht und so fuhren
wir gleich wieder. Die Pad führte
uns stetig bergan und bald hatten wir
die 1.900m über
dem Meer "geknackt".
Wir waren jetzt in den Auas-Bergen und
kurze Zeit später
erreichten wir Windhoek im "Talkessel" -
wir befanden uns noch immer auf ca. 1.700m
Meereshöhe!
Aus unserem Portfolio-Übernachtungsguide hatten wir
das Hotel Eros ausgesucht,
weil es so heiß war und wir unbedingt einen Swimmingpool
haben wollten. Das Hotel war schön, aber der Swimmingpool
hatte gigantische Ausmasse: ca. 2x2m - etwas größer
und etwas tiefer als eine Badewanne.
Am Abend
fuhren wir noch einmal zu Joes Beerhouse und ließen
es uns gutgehen.
Im Restaurant kamen wir mit einem Pärchen
aus Südafrika
ins Gespräch und plötzlich
war unsere Welt eine andere. Irgendwo
in diesen 4 Wochen hatten wir bei unserer
Rechnung einen Tag verloren und
wollten es zuerst gar nicht glauben.
Die beiden brauchten einiges an Überzeugungskraft,
damit wir ihren Worten glauben schenken
konnten. Wir dachten wir hätten
noch 3 Nächte, aber es waren nur
noch 2! Wie konnte das nur passieren?
Wir mußten nun mit der Tatsache
leben. Das Auto war am nächsten
Morgen schnell abgegeben - mit leerem
Tank, da wir es auch so erhalten hatten
und nun waren wir für den restlichen
Tag und den nächsten
Morgen
"Fußgänger". Die
Fußgängerzone
von Windhoek gehörte nun uns ;-).
Wir stöberten in den vielen Läden
und kauften noch das eine oder andere
Souvenier ein. Da es bereits Anfang Dezember
war, wir hier aber
über 30°C hatten, war ein Weihnachtsbaum
im Einkaufszentrum ein seltsamer Anblick für uns.
Die Zeit verging wie
im Flug - und als am nächsten Nachmittag der Abholdienst
von der Autovermietung Savanna nicht pünktlich eintraf,
wurden wir nervös. Zum Glück
erreichten wir Bertie Ham, den Besitzer von Savanna gleich
telefonisch. Das war jetzt schon das zweite Mal, dass ihm
ein Malheur passierte. Gleich zu Anfang war das Auto nicht
vollgetankt und jetzt hatte man vergessen uns abzuholen.
Ich beschloss mich nicht zu ärgern - zu schön war
der Urlaub.
Wir kamen auf jeden Fall noch rechtzeitig zum Flughafen und
so mussten wir leider schon Abschied nehmen von dem für
uns schönsten und interessantesten Land :-(.
und hier können wir uns nur anschließen:
"Afrika ist mystisch,
es ist ungezähmt, es ist ein Leuchten.
Es ist des Fotografen Paradies, des Jägers Walhalla, des Träumers
Utopia.
Es ist alles was man sich vorstellen mag und widersteht doch allen Interpretationen.
Es ist der Überrest einer alten Welt und die Morgendämmerung
einer neuen.
Für vielen Menschen, wie auch für mich, bedeutet es aber einfach
'Heimat'.
Es bedeutet all dies - nur eines nicht: - Es ist niemals eintönig."
Beryl Markham - West with the night,
1942
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